EEG & Einspeiser

EEG-Umlage

Die EEG-Umlage ist ein fester Bestandteil des Strompreises. Durch sie wird die Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien refinanziert und auf die Stromkunden verteilt. Von den Übertragungsnetzbetreibern wird die EEG-Umlage jährlich ermittelt und auf der gemeinsamen Internetplattform www.netztransparenz.de veröffentlicht (i.d.R. am 15. Oktober für das Folgejahr). Hier finden Sie auch viele weitere Informationen zum Thema EEG-Umlage.

Jahr / EEG-Umlagesatz [Cent/kWh] / Verminderter EEG-Umlagesatz [Cent/kWh]

  • 2014 / 6,240 / 1,872 (30%)
  • 2015 / 6,170 / 1,851 (35%)
  • 2016 / 6,354 / 2,542 (40%)
  • 2017 / 6,880 / 2,752 (40%)
  • 2018 / 6,792 / 2,7168 (40%)
  • 2019 / 6,405 / 2,5620 (40%)

Informationen für Einspeiser

Anmeldung einer neuen Erzeugungsanlage im SWB-Netz

Sie planen eine PV-Anlage oder ein BHKW anzuschaffen?

Das freut uns natürlich sehr, denn so wird ein wichtiger Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz geleistet. Denn eine jede Kilowattstunde, die regenerativ durch Sonne (PV), Wasser, Wind oder in Kombination mit einer Wärmeversorgung (BHKW) erzeugt wird muss nicht durch ein sonstiges, konventionelles, Kraftwerk mit wesentlich schlechterer Umweltbilanz gewonnen werden.

Um den Anschluss Ihrer Anlage an das Stromnetz der Stadtwerke Bogen GmbH und die Abwicklung Ihres Vergütungsanspruchs so reibungslos wie möglich zu gestalten informieren Sie uns bitte rechtzeitig vor Installation und Inbetriebnahme Ihrer Anlage. Denn vorab müssen einige Dinge abgeklärt werden, wie z. B. ob das Stromnetz eine Anlage in der geplanten Größe zulässt oder ob eine Änderung des bestehenden Messkonzepts nötig ist.

Um die Meldungen und Anträge möglichst einfach und einheitlich zu gestalten stehen Ihnen weiter unten auf dieser Seite, unter Downloads Formblätter der Stadtwerke Bogen GmbH und eine Checkliste mit allen benötigten Schritten zur Verfügung.

Damit Sie bereits vorab wissen, wie das System der EEG-Vergütung funktioniert haben wir Ihnen nachfolgend einige Informationen sowie Verweise auf nützliche Informationsquelle zusammengestellt.

Hinweis: Die Angaben haben reinen Informationscharakter und stellen keine rechtliche Beratung dar, da es bei Stromerzeugungsanlagen viele Sonderregelungen bezogen auf die individuelle Situation gibt und es oft zu Änderungen der gesetzlichen Bestimmungen kommt. Zudem gelten die Informationen nur für Neuanlagen die ab 2019 in Betrieb gehen. Sollten Sie Fragen zu Ihrer Bestandsanlage haben können Sie sich jederzeit mit uns in Verbindung setzen.

1.Wofür erhalte ich eine Förderung nach EEG bzw. KWKG?

Nach EEG werden Stromeinspeisungen in das Verteilungsnetz gefördert, die durch Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen (Sonne, Wasser, Wind, Biomasse, usw.) gewonnen wurden.

Nach KWKG wird die Erzeugung von Strom in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) gefördert, die neben Strom auch Wärme liefern. Es ist hier unter Umständen auch möglich, dass der Strom, der nicht in das Stromnetz eingespeist (Eigenverbrauch) wird eine Förderung erhält. Um eine solche Förderung zu erhalten wird ein Zulassungsbescheid des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) benötigt.

Sonderregelung: Mieterstrom
Für den Strom der durch eine nach EEG geförderte Erzeugungsanlage gewonnen wird und durch Mieter im Mietshaus selbst verbraucht wird, besteht unter bestimmten Bedingungen auch eine Fördermöglichkeit.

2. Welche Anlagen erhalten eine Förderung und in welcher Höhe?

Die EEG-Förderansprüche teilen sich bei Photovoltaikanlagen auf Wohngebäude (dem häufigsten Anlagentyp bei der SWB) in drei Kategorien auf. Nämlich Anlagen bis 10 kWp, Analgen über 10 kWp bis 40 kWp und Anlagen über 40 kWp bis 100 kWp. Für Anlagen die nicht auf Gebäude montiert sind gelten bis 100 kWp andere Förderansprüche. Wenn eine Anlage die Größe von 100 kWp überschreitet besteht die Verpflichtung für den Betreiber einen Drittvermarkter zu finden, der Ihm den Strom abkauft. Die Förderung wird zuzüglich des Inbetriebnahmejahrs für 20 Jahre festgesetzt. Die jeweils aktuellen Fördersätze können Sie bei der Bundesnetzagentur unter folgendem Link www.bundesnetzagentur.de einsehen.

Für Wasserkraft-, Windkraft- und sonstige Anlagen existieren jeweils gesonderte Förderansprüche.

Die Förderansprüche für KWK-Anlagen sind je nach Inbetriebnahmedatum der Anlage unterschiedlich und werden im Zuge der Zulassung von der BAFA festgelegt.

3. Ist für den Strom den ich selber verbrauche auch eine EEG-Umlage fällig?

Grundsätzlich ist für jede Stromlieferung die EEG-Umlage in voller Höhe zu entrichten. Das gilt auch bei EEG-Anlagen, die nach dem 01.08.2014 in Betrieb genommen wurden. Bei Eigenverbrauch gilt allerdings, dass Anlagen bis 10 kWp mit einem Eigenverbrauch von weniger als 10.000 kWh von der Umlage befreit sind. Bei größeren Anlagen entfällt die Umlagepflicht nicht, hier ist wird jedoch nur eine Umlage in Höhe von 40 % der jeweils gültigen EEG-Umlage fällig.

Es gibt auch noch weitere Sachverhalte, die ein Entfallen oder eine Verringerung der Umlagepflicht nach sich ziehen. Hier können Sie im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) nachschlagen.

4. Wann habe ich einen Eigenverbrauch?

„„Eigenversorgung“ der Verbrauch von Strom, den eine natürliche oder juristische Person im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage selbst verbraucht, wenn der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird und diese Person die Stromerzeugungsanlage selbst betreibt.“ (vgl. §3 Nr. 19 EEG 2017)

So wird Eigenverbrauch im Gesetz definiert. Die wichtigsten Punkte sind also, dass der Strom von der gleichen Person verbraucht wird, dass er in räumlicher Nähe (gleiches Gebäude, gleiches Grundstück) verbraucht wird und dass er nicht durch das öffentliche Stromnetz gespeist wird. Sind diese Bedingungen erfüllt haben Sie einen Eigenverbrauch im Sinne des EEG 2017.

Sollte allerdings eine der Anforderungen nicht erfüllt sein spricht man von einem sonstigen selbsterzeugten Letztverbrauch (Drittverbrauch) auf den die EEG-Umlage in voller Höhe zu entrichten ist, unabhängig vom Anlagenalter. In diesem Fall wird die Umlage von dem zuständigen Übertragungsnetzbetreiber (für unser Netzgebiet ist das die TenneT TSO GmbH) direkt mit dem Anlagenbetreiber abgewickelt. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage der TenneT .

Zum besseren Verständnis hier ein kleines Beispiel:

Max Mustermann hat eine PV-Anlage auf seinem Wohnhaus, in dem er selbst wohnt, und verbraucht einen Teil des Stroms selbst. Hier liegt in der Regel ein Eigenverbrauch vor.

Max Mustermann hat eine PV-Anlage auf seinem Wohnhaus, in dem er selbst wohnt, und hat für den Betrieb der Anlage extra ein Unternehmen, die „Max Solar GbR“ gegründet. Einen Teil des Stroms verbraucht Max Mustermann allerdings in seinem Haus selbst. Hier liegt folglich kein Eigenverbrauch, sondern Drittverbrauch vor.

5. Welche Meldepflichten habe ich?

Falls Sie eine neue Anlage installiert haben besteht für Sie die Pflicht sich beim Netzbetreiber anzumelden.

Zudem besteht für alle Stromerzeugungsanlagen die Pflicht zur Registrierung im Marktstammdatenregister innerhalb von 1 Monat ab Inbetriebnahme (unabhängig vom Zählereinbau). Diese Meldung kann jedoch auch bereits erfolgen bevor die Anlage in Betrieb geht.

Weiterhin müssen bis spätestens 28.02. des Folgejahres abrechnungsscharfe Zählerstände für das abgelaufen Jahr an die Stadtwerke Bogen GmbH gemeldet werden. Diese Meldung lässt sich am einfachsten erledigen, indem Sie uns die Ablesekarte die Sie von uns zum Jahresende erhalten zurücksenden.

Sollte bei der Anlage ein Drittverbrauch anfallen müssen Sie bis 31.05. des Folgejahres die Verbrauchsmengen an die TenneT TSO GmbH melden. Hierzu verweisen wir wieder auf die Homepage der TenneT .

6. Weiterführende Informationen

Ihr Kontakt zu der Stadtwerke Bogen GmbH bei Fragen zum Thema:

Tel. 09422 505-503
E-Mail: tobias.hilmer@stadtwerke-bogen.de

Bundesnetzagentur: Förderhöhe: www.bundesnetzagentur.de und Eigenversorgung: www.bundesnetzagentur.de

TenneT TSO GmbH: Aktueller EEG-Umlage und Drittverbrauchsmeldung

Markstammdatenregister: zu Registrierung der Anlage www.marktstammdatenregister.de

Vergütungsverzicht

Mit Inkrafttreten des EEG 2017 lässt der Gesetzgeber im § 7 EEG 2017 unter bestimmten Voraussetzungen einen Vergütungsverzicht zu. Dies wird auch im § 61 Abs. 2 Nr. 3 EEG 2017 mit der Ausnahme für die EEG Umlagepflicht deutlich: Versorgt sich der Eigenversorger vollständig selbst mit Strom aus Erneuerbaren Energien und nimmt für den Strom aus seiner Anlage, den er nicht selbst verbraucht, keine Zahlung nach § 19 Abs. 1 (Marktprämie oder Einspeisevergütung) oder § 50 (Flexprämie) in Anspruch, so entfällt für diese Menge die EEG-Umlagepflicht.

Voraussetzung ist die Unterzeichnung der Vereinbarung zum Verzicht (PDF unten).

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